Ostergrüße 2017

Wir haben uns schon auf die Suche begeben. Nun wünschen wir allen viel Spaß bei der Ostereiersuche und ein frohes und ruhiges Osterwochenende im Kreise der Liebsten!

 

Ihre/Eure Freiwillige Feuerwehr Nachtsheim

Lagerhallenbrand in Boos

Um 8 Uhr ertönten im Großteil der Verbandsgemeinde Vordereifel die Sirenen und die Funkmeldeempfänger. In Boos stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Bereits auf der Anfahrt war eine weit hochsteigende Rauchsäule zu erkennen. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten. Somit gingen die Einsatzkräfte über alle vier Hallenseiten zum Löschen vor. Der ebenfalls alarmierte Netzbetreiber schaltete zur Sicherheit eine im Gebäude untergebrachte Trafostation aus. Immer wieder aufflammende Glutnester erschwerten die bis ca. 12 Uhr andauernden Löscharbeiten. Eine Brandwache blieb mit der Polizei über die Mittagszeit vor Ort, während die weiteren Kameraden wieder in die Gerätehäuser einrückten.

Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Westnetz im Einsatz. Zu den alarmierten Feuerwehren zählten Boos, Münk, Ditscheid, Bermel, Virneburg und Nachtsheim. Unterstützend kamen Ettringen und Langenfeld mit der Führungsstaffel sowie Kottenheim (Feuerwehreinsatzzentrale und Atemschutzwerkstatt) hinzu.

Neues Einsatzkonzept der Feuerwehr Nachtsheim

Gewichtsprobleme haben nicht nur viele Menschen. Auch Fahrzeuge der Feuerwehr sind meist bis zum letzten Kilogramm und Zentimeter ausgelastet. Kommen noch Extrawünsche der Wehrführung hinzu, welche nicht der Norm entsprechen, wird das zulässige Gesamtgewicht schnell überschritten. Zusätzliche Fahrzeuge für die extra Beladung belasten die Kasse der Verbandsgemeinde extrem.

Aus diesem Grund suchte die Wehrführung der Feuerwehr Nachtsheim nach Möglichkeiten Gewicht einzusparen. Schnell fand man im „Feuerwehrmann“ das größte Einsparpotenzial. Der durchschnittliche Feuerwehrmann wiegt inklusive Einsatzkleidung etwa 85 Kilogramm. Auf unseren Fahrzeugen findet man jeweils 9 davon. Jedoch hat außer dem Maschinisten (Fahrer) niemand eine wichtige Funktion auf der Fahrt in den Einsatz. Somit können 690 Kilogramm und eine ganze Mannschaftskabine eingespart werden.
Um die Kameraden weiterhin zur Einsatzstelle zu bekommen, entwickelte die Feuerwehr Nachtsheim in Kooperation mit Canyon, einer der weltweit führenden Fahrradmarken mit Sitz in Koblenz, das Einsatzfahrtfahrrad, kurz EFF. Neben einem Fach für die persönliche Schutzausrüstung verfügt das Rad auch über eine digitale Fahrradfunkanlage. Blaulicht und Martinshorn erlauben den Einsatzradlern im Ernstfall Sonderrechte zu nutzen. Unter anderem darf die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten werden. Die rote Lackierung und die blauen Katzenaugen runden das Gesamtbild optisch ab und geben zu erkennen: „Mach Platz! Ich bin im Einsatz!“.
Thorsten Lewandowski, Global Communications Manager bei Canyon, begrüßte sofort die Entscheidung der Feuerwehr Nachtsheim: „Wir waren von Beginn an sprichwörtlich Feuer und Flamme von dieser Idee. Aktuell sitzt sogar eine eigene Projektgruppe zusammen, die sich dem Thema ,Integration weiterer essentieller Feuerwehrfahrzeug-Komponenten‘ wie etwa des Wassertanks widmet.“
Am heutigen 01. April nimmt die Feuerwehr Nachtsheim die ersten 8 Fahrräder feierlich in Empfang. Bis zum 30. Februar 2019 sollen alle Kameraden mit einem EFF ausgerüstet sein und auch das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) überflüssig machen. Der Umbau des Löschfahrzeuges (LF 16/12) soll in Kürze beginnen. Hierzu können wir bereits eine erste Fotomontage präsentieren.

Das Löschfahrzeug mit dem zusätzlichen Gerätefach an der Position der alten Mannschaftskabine.