Gemeinschaftsübung an der Realschule Plus

„Starke Rauchentwicklung in der Realschule Plus Nachtsheim – Mehrere Personen eingeschlossen“, so lautete der Alarmierungstext für die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Luxem, Weiler, Reudelsterz und Nachtsheim am späten Freitagabend. Mehrere Schüler und Lehrkräfte konnten aufgrund der Rauchentwicklung ihre Klassenzimmer nicht mehr verlassen und warteten am Fenster auf Hilfe. Eine genaue Personenzahl und ob es Vermisste gibt konnte über den Notruf nicht ermittelt werden.

Vor Ort teilte die Einsatzleitung aus diesem Grund die Einsatzstelle in zwei unabhängige Abschnitte auf. Einem Abschnitt oblag die Menschenrettung der in den Klassenräumen eingeschlossenen Personen. Hier bauten die Feuerwehren Luxem und Reudelsterz zügig mehrere Steckleitern auf und konnten alle Eingeschlossenen aus dem ersten Obergeschoss befreien. Die im zweiten Obergeschoss zu Rettenden brachte man über die Anhängeleiter ins Freie. Parallel gingen die Einheiten zur Brandbekämpfung von außen über. Hierzu errichtete einige Kameraden eine Wasserversorgung über lange Wegestrecke auf.

Der zweite Abschnitt befand sich auf der Vorderseite und dem Sportplatz. Über den Schulhof gingen zwei Trupps der Feuerwehr Nachtsheim unter Atemschutz ins Gebäude. Vom Sportplatz aus bauten Kameraden aus Weiler eine Riegestellung zu den Turnhallen auf um eine Ausbreitung zu verhindern. Die zwei Trupps im Innenangriff konnten eine weitere Person aus dem Gebäude befreien. Bei der folgenden Brandbekämpfung brach einer der Kameraden in der Schule zusammen. Somit musste auch der Sicherrungstrupp mit der Sicherungstasche zur Rettung ins Gebäude. Innerhalb kürzester Zeit war der Verletzte aus der Schule gerettet und auch das Feuer konnte den Einsatzkräften nichts mehr entgegen setzen.

Im Feuerwehrgerätehaus folgte die Besprechung der Übung. Hier zeigte sich die Einsatzleitung sowie die Abschnittsleiter sehr zufrieden. Auch die eingeladenen Gäste Wehrleiter Peter Ott, Verbandsbürgermeister Alfred Schomisch und Schulleiter Ralf Heuft fanden nur positive Worte für die über 50 Feuerwehrleute. Besonders Schulleiter Heuft, der erstmalig einer solchen Übung beiwohnte, sah seine Schüler und Lehrer bei den Kameraden auch in Zukunft in guten Händen.

Ölspur in der Ortslage Nachtsheim

Eine Ölspur von Anschau über Nachtsheim nach Mayen führte gegen 9:30 zum aufheulen der Sirenen im Ort. Zur Unterstützung der Straßenmeisterei alarmierte die Polizei zusätzlich unsere Einheit. Nachdem wir in der Ortslage die Spur abgebunden hatten rückten wir wieder ins Gerätehaus ein.

Lagerhallenbrand in Boos

Um 8 Uhr ertönten im Großteil der Verbandsgemeinde Vordereifel die Sirenen und die Funkmeldeempfänger. In Boos stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Bereits auf der Anfahrt war eine weit hochsteigende Rauchsäule zu erkennen. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten. Somit gingen die Einsatzkräfte über alle vier Hallenseiten zum Löschen vor. Der ebenfalls alarmierte Netzbetreiber schaltete zur Sicherheit eine im Gebäude untergebrachte Trafostation aus. Immer wieder aufflammende Glutnester erschwerten die bis ca. 12 Uhr andauernden Löscharbeiten. Eine Brandwache blieb mit der Polizei über die Mittagszeit vor Ort, während die weiteren Kameraden wieder in die Gerätehäuser einrückten.

Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Westnetz im Einsatz. Zu den alarmierten Feuerwehren zählten Boos, Münk, Ditscheid, Bermel, Virneburg und Nachtsheim. Unterstützend kamen Ettringen und Langenfeld mit der Führungsstaffel sowie Kottenheim (Feuerwehreinsatzzentrale und Atemschutzwerkstatt) hinzu.