Übungstag der Jugendfeuerwehr

„Brennendes Schulgebäude“, „Verkehrsunfall mit Verletztem“ so lauteten nur zwei der Übungen der Jugendfeuerwehren Bermel und Nachtsheim. Am Vormittag trafen sich beide Einheiten am Gerätehaus der Nachtsheim Wehr. Kurz darauf ging es schon zur ersten Übung. Eine Wiese Stand in Flammen und musste gelöscht werden. Nachdem dies zügig abgearbeitet wurde warte bereits ein Verkehrsunfall mit einem Verletzten auf die Jugendlichen. Diese Aufgabe meisterte der Nachwuchs ebenfalls souverän. Somit hatten sich alle das reichhaltige Mittagessen verdient. Der Nachmittag wurde zu verschiedensten kleinen Übungen, wie unter anderem dem Aufbau eines Leiterbocks genutzt. Als dritte Jugendfeuerwehr kamen die Kameraden aus Kürrenberger zur größten und letzten Übung auf dem Schulhof hinzu. Dort kamen insgesamt fünf Strahlrohre durch den Nachwuchs zum Einsatz. Beim gemeinsamen Abendessen ließen die insgesamt knapp 30 Aktiven den ereignisreichen Tag gebührend ausklingen. Hier zeigten sich die Jugendfeuerwehrwarte Jürgen Deisen und Carsten Leu über den erfolgreichen Ablauf erfreut und bedankten sich nochmals recht herzlich bei allen Beteiligten.

Wehrleitung absolviert Stabsübung

Jüngst übte die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Vordereifel, gemeinsam mit der Führungsstaffel sowie der technischen Einsatzleitung (TEL) des Landkreises Mayen-Koblenz, den Ernstfall einer Großschadenslage. Geübt wurde der Umgang mit dem Einsatzleitwagen (ELW) sowie mit den im Einsatz zur Verfügung stehenden Mitteln, wie zum Beispiel dem Digitalfunk und den spezifischen Ortskarten. Ein weiterer wichtiger Übungspunkt war die Kommunikation mit den unterschiedlichen Leitstellen sowie Rettungsdiensten.

Im Verlauf der Simulation wurden zunächst die örtlich zuständigen Feuerwehren der VG Vordereifel alarmiert und von der Führungsstaffel über Digitalfunk in den Einsatz geführt. Die Einsatzleitung übernahm der Wehrleiter der VG Peter Ott, die einzelnen Einsatz-abschnitte wurden von den stellvertretenden Wehrleitern Udo Mohr und André Bauer übernommen.

Nachdem der Waldbrand sich weiter ausbreitete und die ersten verletzten Personen gemeldet wurden, erweiterte die Führungsstaffel die Alarmstufen Schritt für Schritt und somit den Kreis der eingesetzten Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Kaisersesch, Mendig, Kelberg sowie der Stadt Mayen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Führungsstaffel personell und materiell durch die TEL unterstützt. Diese stellte einen größeren Einsatzleitwagen sowie weitere Funkkanäle bereit und unterstützte die Führungsstaffel mit einem Beamer und einer großen Lagekarte.

Nach rund drei Stunden wurden vom Führungsstab 16 Feuerwehren mit etwa 170 Feuerwehr- und Rettungskräften geführt. Es wurden auch Störungen in die Übung eingebaut. So musste zum Beispiel der Führungsstab auf eine „ausgefallene Pumpe“ reagieren oder die Abschaltung der Stromversorgung in den umliegenden Ortschaften beauftragen. Weitere Organisationsfelder waren die Übersicht über Verletzte und vermisste Personen, die Evakuierung eines Reiterhofs, die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie die Medienvertreter mit Informationen versorgen. Zum Abschluss wurde eine Pressekonferenz simuliert, bei der die Einsatzleitung, aber auch der Verbandsbürgermeister Alfred Schomisch die Fragen der Medienvertreter beantwortete.

Alle an der Übung beteiligten Personen waren vom Ausmaß und der Durchführung beeindruckt und nehmen nun für die realen Einsätze hilfreiche Informationen mit.

Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr Nachtsheim, die ihre Räumlichkeiten für die Stabsübung zur Verfügung gestellt hatte, und der Verbandsgemeinde Vordereifel, die nach einer fünfstündigen Übung für das leibliche Wohl sorgte.

Hochwasser in Monreal

Unwetterartige Regenfälle überschwemmten am Abend viele Gebäude und Garagen in der Ortslage Monreal. Hinzu kamen überschwemmte Straßen, weggeschwemmte Fahrzeuge sowie der teilweise Ausfall der Stromversorgung. Diese konnte später durch ein containergroßes Notstromaggregat sicher gestellt werden. Zur den Aufgaben der Feuerwehr zählte unter anderem das Auspumpen der Gebäude und Sichern der Fahrzeuge. Aufgrund des vielfältigen und weiten Einsatzgebietes über mehrere Straßen und Keller waren neben der örtlichen Feuerwehr Monreal auch Kräfte aus Kottenheim, Reudelsterz, Kehrig, Bermel, Weiler, Luxem, Ettringen, Langenfeld, Kürrenberg und Nachtsheim im Einsatz. Unterstützung gab es weiterhin vom Stromversorger, dem Technischen Hilfswerk Mayen und den Abwasserwerken. Somit lag die Zahl der teilweise bis zum Sonnenaufgang eingesetzten Einsatzkräfte bei weit über 100. Die Reinigung und Instandsetzung der benutzten Geräte dauerte noch bis zum Vormittag an.

Gemeinschaftsübung an der Realschule Plus

„Starke Rauchentwicklung in der Realschule Plus Nachtsheim – Mehrere Personen eingeschlossen“, so lautete der Alarmierungstext für die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Luxem, Weiler, Reudelsterz und Nachtsheim am späten Freitagabend. Mehrere Schüler und Lehrkräfte konnten aufgrund der Rauchentwicklung ihre Klassenzimmer nicht mehr verlassen und warteten am Fenster auf Hilfe. Eine genaue Personenzahl und ob es Vermisste gibt konnte über den Notruf nicht ermittelt werden.

Vor Ort teilte die Einsatzleitung aus diesem Grund die Einsatzstelle in zwei unabhängige Abschnitte auf. Einem Abschnitt oblag die Menschenrettung der in den Klassenräumen eingeschlossenen Personen. Hier bauten die Feuerwehren Luxem und Reudelsterz zügig mehrere Steckleitern auf und konnten alle Eingeschlossenen aus dem ersten Obergeschoss befreien. Die im zweiten Obergeschoss zu Rettenden brachte man über die Anhängeleiter ins Freie. Parallel gingen die Einheiten zur Brandbekämpfung von außen über. Hierzu errichtete einige Kameraden eine Wasserversorgung über lange Wegestrecke auf.

Der zweite Abschnitt befand sich auf der Vorderseite und dem Sportplatz. Über den Schulhof gingen zwei Trupps der Feuerwehr Nachtsheim unter Atemschutz ins Gebäude. Vom Sportplatz aus bauten Kameraden aus Weiler eine Riegestellung zu den Turnhallen auf um eine Ausbreitung zu verhindern. Die zwei Trupps im Innenangriff konnten eine weitere Person aus dem Gebäude befreien. Bei der folgenden Brandbekämpfung brach einer der Kameraden in der Schule zusammen. Somit musste auch der Sicherrungstrupp mit der Sicherungstasche zur Rettung ins Gebäude. Innerhalb kürzester Zeit war der Verletzte aus der Schule gerettet und auch das Feuer konnte den Einsatzkräften nichts mehr entgegen setzen.

Im Feuerwehrgerätehaus folgte die Besprechung der Übung. Hier zeigte sich die Einsatzleitung sowie die Abschnittsleiter sehr zufrieden. Auch die eingeladenen Gäste Wehrleiter Peter Ott, Verbandsbürgermeister Alfred Schomisch und Schulleiter Ralf Heuft fanden nur positive Worte für die über 50 Feuerwehrleute. Besonders Schulleiter Heuft, der erstmalig einer solchen Übung beiwohnte, sah seine Schüler und Lehrer bei den Kameraden auch in Zukunft in guten Händen.